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Rollenvergabe für „Pippi Langstrumpf“ und „Schlager lügen nicht“ bringt viel Neues

Herdringen. Mehr als sieben Monate vor der nächsten Premiere sind an der Freilichtbühne Herdringen jetzt die Rollen für die Stücke der Spielzeit 2018 vergeben worden. Regisseurin Patricia Hoffmann („Pippi Langstrumpf“) sowie Tim Erlmann und Saskia Senft („Schlager lügen nicht“) erklärten dazu Rollen und Vorbereitung vor über 100 Beteiligten und Bühnenmitgliedern im Spielerheim.

Als besondere Herausforderung stellte sich dabei vor allem für die Umsetzung des kommenden Familientheaters durch Patricia Hoffmann die Berücksichtigung der vielen Spielwünsche dar: In einer auf der Herdringer Bühne noch nicht gezeigten Version von „Pippi Langstrumpf“ sollen mit der geplanten Premiere am 9. Juni 2018 mehr als 80 Darstellerinnen und Darsteller ihre Chance vor Publikum bekommen. Neben „alten Hasen“ wird man sich auch über ein paar neue Gesichter im Ensemble freuen dürfen.

Ist die Geschichte um das selbstbewusste, rebellische Mädchen mit den roten Haaren eigentlich auf einen kleinen Kreis handelnder Personen begrenzt, darf die Erzählung in Herdringen aber nun auf eine munter erweiterte Zahl von Spielerinnen und Spielern hoffen. „Wir haben dafür aus ursprünglich 13 Sprechrollen für die Aufführung auf der Bühne 23 gemacht“, erklärte Regisseurin Patricia Hoffmann ihrem gespannten Publikum. Und das wurde nach einigen Erklärungen auch nicht länger auf die Folter gespannt. Mit „Pippi Langstrumpf“, in der Hauptrolle gespielt von Anna Mönig, „Annika“ – gespielt von Lia Blumenthal – und „Tomi“ – gespielt von Tom Luca Isaak – werden noch reichlich unbekannte Figuren auf der Bühne stehen. Haie, Quallen und Seesterne sollen bei „Pippi“ im nächsten Jahr für kreatives Leben sorgen.

Nicht weniger kreativ wird die Aufführung im Erwachsenentheater 2018 sein: „Schlager lügen nicht“ ist der Titel des Stücks, das erstmals in Herdringen unter der künstlerischen Gesamtleitung von Tim Erlmann (Regieassistenz Saskia Senft) am 16. Juni 2018 seine Premiere feiern wird. 60 Darsteller schlüpfen dazu an der Herdringer Bühne in 80 Rollen, die das Publikum in der kommenden Saison trefflich unterhalten wollen. „Es wird eine Schlagerkomödie, die über zweieinhalb Stunden in zwei Akten gespielt wird“, beschrieb Erlmann. Und was wäre das Stück ohne den musikalischen Input dazu? Insgesamt 25 Schlager aus den 1970-er Jahren, von „Ein Festival der Liebe“ bis „Wunder gibt es immer wieder“ erwarten die Zuschauer in Herdringen – leider nicht immer in Originallänge.

„Das ganze Stück ist eine riesige Party, die alle zum Mitsingen einlädt“, so Tim Erlmann. Im Januar beginnen die intensiven Proben, bei denen vor allem das Gesangs- und Tanztraining für das Stück im Mittelpunkt stehen soll. Dazu holt sich die Bühne fachliche Unterstützung von Tänzern aus der „Komischen Oper Berlin“ und will für die Aufführung ein eigens Tanzensemble zusammenstellen. Natürlich wird auch die Handlung nicht zu kurz kommen: Die Spielorte des Stückes liegen auf Mallorca und in Deutschland. Jeder Rolle ist vom Regisseur eine eigene Geschichte zugeordnet worden, in der auch die Beziehungen zu den anderen Rollen im Stück beschrieben sind.

Bei „Schlager lügen nicht“ dürfen sich Ensemble und Zuschauer auf viel Bewegung, Musik und Tanz sowie auf diverse „Schlager-Götter“ von Katja Ebstein, Roy Black bis Nana Mouscouri – direkt vor der Haustür in Herdringen – freuen. Die konkreten Aufführungstermine nach den Premieren beider Stück im Juni 2018 sind derzeit in der Planung.

 

„König von Kuckucksheim“ unterhält in Herdringen mit Kommunalposse

Herdringen. An der Freilichtbühne in Herdringen konnte am letzten Wochenende die dritte Premiere dieses Jahres gefeiert werden: „Der König von Kuckucksheim“ – so der Titel des aktuellen Wintertheaters – überzeugte mit einer bis ins Detail stimmigen Inszenierung ein begeistertes Premierenpublikum.

Zimmertheater, buchstäblich zum Anfassen, das gibt es jetzt wieder im Spielerheim der Freilichtbühne Herdringen. Mit ihrem Stück „Der König von Kuckucksheim“ nimmt die Bühne eher ungewollt ein Stück Kommunalpolitik auf und spielt dazu mit einer Reihe von Verwicklungen, politisch wie familiär. Im Mittelpunkt der Geschichte hatten die Zuschauer zunächst viel Spaß mit dem Zwiestreit zwischen Bürgermeister Oswald König (Rainer Herschel) und seiner Gegenkandidatin und Noch-Lebensgefährtin Eva Böhm (Kathrin Lukowski). Gegenseitige Vorwürfe und ein althergebrachtes Rollenverständnis, wie es im „echten“ Leben nicht schöner sein konnte, unterhielten die Gäste mit vielen kleinen Anekdoten zum Schmunzeln.

Als berge die im Vordergrund der Handlung stehende Geschichte nicht schon genug Zündstoff für den Bürgermeister Oswald König, zieht sich der Strick um seine bevor stehende Kandidatur immer enger: Neben dem Streit mit der Lebensgefährtin ist es auch die falsch verstandene Loyalität seines Werbe-Teams oder die Verflechtungen mit einem scheinbar mächtigen Bauherrn, die Bürgermeister König das Re(a)gieren schwieriger machen. Welche Überraschung, dass sich nach fast zwei Stunden Spielzeit, der ganze Streit um eine verlorene Bürgermeisterwahl in Wohlgefallen auflöst und alle fröhlich auf der Bühne stehen! Ja selbst das zerstrittene Paar – Oswald und Eva – finden wieder zur Versöhnung auf der Bühne wieder zusammen.

„Der König von Kuckucksheim“ macht dem Publikum nicht nur auf der Bühne Spaß: Auch vor dem Vorhang, der sich wegen nötiger Umbaupausen auf der von Bernd Franke und seinem Team gekonnt konstruierten Bühne häufiger schließen muss, unterhält quasi ein zweites Ensemble die Zuschauer: Ob als Putzkolonne im Rathaus, als Moderatorenteam einer zweifelhaften Casting-Show oder als angeschickerte Helferinnen am Wahl-Sonntag, dem Zuschauer wird einfach nicht langweilig. Dazu trägt auch die ihm gegebene Möglichkeit bei, sich selber aktiv in die Handlung (mit Applaus oder Buuuh-Rufen) einzubringen.

Das Wintertheater an der Freilichtbühne Herdringen entpuppt sich wieder einmal als gelungenes Zimmertheater, bei dem die Zuschauer – ganz nah dran – ein Teil der Geschichte werden können. Mit der Premiere ist der Startschuss zum Wintertheater 2017 an der Freilichtbühne Herdringen gefallen – jetzt können die Schauspieler erst Mal ihren Erfolg genießen. Nach den Herbstferien wird ab Sonntag, 5. November bis zum 9. Dezember weiter gespielt. Information über noch freie Plätze gibt´s am Kartentelefon für das Wintertheater unter Tel. 02932 / 39140 (mittwochs von 16 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr).

 

Wintertheater an der Freilichtbühne Herdringen feiert mit „König von Kuckucksheim“ am Samstag Premiere

Herdringen. An der Freilichtbühne in Herdringen ist es am kommenden Wochenende endlich wieder soweit: Drei Monate nach dem Abschluss der erfolgreichen Spielzeit auf der Freilichtbühne, kann am Samstag, 21. Oktober, wieder Premiere gefeiert werden. Die Spielerschar zieht es zum Wintertheater ins Spielerheim am Lohweg in Herdringen. Hier wird ab Samstag für die nächsten Wochen die Geschichte vom „König von Kuckucksheim“ erzählt. Bis zum 9. Dezember stehen insgesamt 15 Aufführungen auf dem Programm. Im Spielerheim der Freilichtbühne gibt es Sitzplätze für jeweils 99 Zuschauer.

Der „König von Kuckucksheim“ ist eine Komödie um Bürgermeisterwahlen und um die Tücken der Liebe im Gewitter lokaler Politik, von Willi Fleddermann. Das Stück handelt von Bürgermeister Oswald König, der sich in einer kleinen Kommune in Deutschland bei der kommenden Bürgermeisterwahl erneut aufstellen lässt. Über zwölf Jahre schon macht er seinen Job – unangefochten als Bürgermeister des Städtchens „Kuckucksheim“. Zu den anstehenden Neuwahlen drängt sich plötzlich die Frage auf: „Wer könnte es wagen, den König vom Thron zu stoßen“?

Es kann nur einen geben – und der soll wohl Oswald König heißen... Oder doch nicht? Königs Lebensgefährtin Eva Böhm bekommt urplötzlich die Gegenkandidatur zum Amt des Kuckucksheimer Bürgermeisters von ihrer Freundin Anita und ihrer Partei angetragen. Aber kann sie es wagen, sich gegen ihren Lebensgefährten, den langjährigen Bürgermeister, zu stellen und ihm damit sozusagen in den Rücken zu fallen?

Besucher des Wintertheaters an der Freilichtbühne Herdringen dürfen sich auf ein turbulentes und sehr unterhaltsames Stück freuen, das mit über 20 Darstellerinnen und Darstellern für einen kurzweiligen Abend bzw. Nachmittag sorgen kann. Nach der Premiere am 21. Oktober, 20 Uhr, ist das Stück dann im November und Dezember zu sehen.

Foto: Die angefragte Gegenkandidatin Eva Böhm (Kathrin Lukowski) und der Bürgermeister Oswald König (Rainer Herschel) in der Diskussion.

 

Vorbereitungen für den „König von Kuckucksheim“ laufen –
Premiere am 21. Oktober um 20 Uhr im Spielerheim

Herdringen. So ein Theater – und zwar an der Freilichtbühne in Herdringen! Während draußen der Herbst so richtig in Fahrt kommt, laufen im Spielerheim die Vorbereitungen für den nächsten Akt: Am 21. Oktober ist PREMIERE für das Wintertheater an der Freilichtbühne – gespielt wird „Der König von Kuckucksheim“! Der Kartenvorverkauf ist bereits in vollem Gange – pro Vorstellung können nur 99 Gäste Einlass finden.

Die Bühne steht schon, mit vereinten Kräften muss jetzt noch die Feinarbeit geleistet werden. Die Spielerinnen und Spieler üben eifrig Text und Spielszenen ein – und da gibt es einiges zu erzählen… Dreht sich die Geschichte doch um Bürgermeister Oswald König, der nach zwölf Jahren im Amt des schönen Städtchens „Kuckucksheim“ gerne noch eine weitere Amtszeit anschließen möchte. Schließlich läuft doch auch privat alles bestens… Oder etwa nicht?! Des Bürgermeisters Lebensgefährtin Eva Böhm bekommt urplötzlich von einer Freundin die Kandidatur auf den Bürgermeisterposten angetragen – und das in Kuckucksheim! Kann sich Eva darauf einlassen, oder denkt sie nur an ihren Lebensgefährten Oswald König, der das Amt ohne Wettbewerb fortsetzten möchte? Eine spannende Entwicklung im Leben und auf der Wintertheaterbühne in Herdringen bahnt sich an!

Mit der Premiere wird das Lustspiel „Der König von Kuckucksheim“ insgesamt 14 Mal im Spielerheim in Herdringen zu sehen sein. 

 

innogy spendet 800 hochwertige Sitzkissen zum Abschluss der Bühnen-Saison in Herdringen

Herdringen. Was jetzt schon einmal der Vorstand sowie einige Mitglieder von der Freilichtbühne Herdringen testen durften, wird im großen Stile erst in der kommenden Saison von der Besuchern an der Bühne genutzt werden können: 800 neue Sitzkissen, die zum Abschluss der Spielzeit 2017 von dem regionalen Energieversorger „innogy“ gespendet wurden.

Die zusammenklappbaren Sitzkissen mit verschiedenfarbigem Aufdruck des Sponsors „innogy“ sind von hochwertiger Qualität und werden in der kommenden Saison den Besuchern an der Freilichtbühne für die Vorstellungen zur Verfügung gestellt werden können. „Darauf haben wir nur gewartet“, bedankte sich der Vorsitzende des Vereins der Freilichtbühne Herdringen, Thomas Lepping, bei innogy-Mitarbeiterin Elisabeth Barg, die die Sitzkissen offiziell überreichte. Bei der vorletzten Aufführung des Erwachsenentheaters der Saison, „Kohlhiesels Töchter“, hatte sie sich selber davon überzeugen können, wieviele Besucher eigene Kissen und Sitzunterlagen mit zur Bühne bringen und, dass das Geschenk von innogy bei der Bühne gut angelegt ist.

Mit dem Start der Spielzeit 2018 und dem Beginn der Stücke „Schlager lügen nicht“ im Erwachsenentheater sowie „Pippi Langstrumpf“ im Familientheater im Monat Juni werden die neuen innogy-Sitzkissen auf großes Interesse bei den Gästen stoßen, da ist sich der gesamte Vereinsvorstand sicher.

Die Freilichtbühne Herdringen freut sich über das unerwartete Geschenk. Die Unterstützung des Bühne und ihres Betriebes durch Wirtschaft und Gesellschaft wird als Anerkennung für die erbrachten ehrenamtlichen Leistungen zur Stärkung des Kulturbetriebes in der Arnsberg und darüber hinaus angesehen.

 

Foto: Elisabeth Barg von „innogy“ konnte zum Abschluss der Spielzeit an der Freilichtbühne Herdringen 800 hochwertige Sitzkissen für die Nutzung an der Bühne dem Vereinsvorsitzenden Thomas Lepping übergeben. Foto: FLBH

 

In der letzten Saison hat Themba, der König der Savanne im Familientheater auf der Freilichtbühne Herdringen begeistert. Jetzt ist die Open-Air-Saison auf der Bühne vorbei, aber an anderer Stelle wird schon fleißig vorbereitet: Das Wintertheater an der Freilichtbühne steht in den Startlöchern – Bühnenbau, Proben und mehr laufen bereits. Premiere ist am 21. Oktober um 20 Uhr im Spielerheim der Freilichtbühne, das Kartentelefon unter 02932 / 39140 ist ab 23. September geschaltet.

König Themba ist gegangen, und es kommt: „Der König von Kuckucksheim“. Eine Komödie um Bürgermeisterwahlen und um Tücken der Liebe im Gewitter lokaler Politik, von Willi Fleddermann.

Zur Geschichte:

„Seit 12 Jahren schon regiert Oswald König unangefochten als Bürgermeister in Kuckucksheim. Nun stehen Neuwahlen an. Doch wer könnte den "König von Kuckucksheim" vom Thron stoßen? Weit und breit ist niemand in Sicht.
Im Privatleben schätzt Oswald König die liebevolle Zuwendung seiner Lebensgefährtin Eva Böhm. Die darf zwar Heiratspläne schmieden, doch ganz so eilig hat Oswald es nicht. Eva fällt aus allen Wolken, als ihre beste Freundin Anita ihr im Namen der Kuckucksheimer Opposition eine Bürgermeisterkandidatur anbietet. Sie kann Oswald doch nicht in den Rücken fallen! Oder doch? Oskar lacht sich schlapp, als Eva ihm von der "Schnapsidee" erzählt. Sehr unsensibel, findet sie. Ein Wort gibt das andere, und Eva entschließt sich - gekränkt und wütend -, die Kandidatur anzunehmen. Krach im Hause König ist vorprogrammiert. Im Hause
König fliegen die Fetzen, und im Wahlkampf auch.
Wir begegnen Typen wie dem Journalisten Thomas Pfeifer, dem Baulöwen Ferdinand Koppkorn und seinem Sohn Daniel, der nicht Architekt, sondern Schmusesänger werden will. Außerdem Bürochefin Kranich, dem nur scheinbar einfältigen Landwirt August Rübensack oder der Berufsnaturschützerin Carmina Bottenschön. Und Oswalds Mutter Mathilde will als keifender "Hausdrachen" immer das letzte Wort haben. Für den guten Oswald kommt es ganz "dick": Ein Giftmüllskandal lässt ihn zum Wackelkandidaten werden. Wie die Wahl ausgeht? Ob Kuckucksheim nach Donner und Blitz wieder aufatmen kann?“

(Quelle: Plausus Theaterverlag, Bonn)

Herdringen. Für Natalie Yimin Chen und ihren Begleiter David ist hier alles neu! Yimin, 31 Jahre alt, ist in ganz Deutschland auf Tour um die Geschichten hinter den Geschichten zu entdecken. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie in Deutschland „Altern“ funktioniert, ist sie als Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart unterwegs. Im Rahmen des Projektes „Grenzgänger China – Deutschland“ und ihres Buchs zum Thema „Active Aging in Germany – Celebrating Long Life“ schaut sie sich auch die Freilichtbühne Herdringen an.

Yimin und David wollen die Bühne erleben, die Menschen, die hier Geschichten spielen und das Stück überhaupt. Gut, dass sie sich dafür das Familientheater „Themba – König der Savanne“ ausgesucht haben. Bunte Kostüme, Gesang und Tanz sowie eine Handlung, die sich aus den auf der Bühne gezeigten Bildern von selber erklärt, erleichtern den Besuch in Herdringen. Folgt die Geschichte von „Themba“ doch den ganz alten Mustern vieler Geschichten und handelt von Gut gegen Böse, von Konflikten um das Gewissen.

Yimin und David wollen allem in Begeleitung von Marita Gerwin (Fachstelle Zukunft Alter) und Karola Hilborn-Clarke als Übersetzungs-Hilfe in Herdringen auf den Grund gehen. Die Zeit drängt schon wieder – noch 60 Minuten bis zur Vorstellung, Yimin wird in die Maske geführt. „Oh wow“, staunt sie bei ihrem ersten Kontakt mit Verkleideten auf der Treppe. Löwen, Erdmännchen und Faultiere kommen ihr entgegen, und sofort wird die Kamera angelegt. Jimin und ihr Begleiter David, der nur als Fotograf für einen Teil des Besuchs in Arnsberg eigens aus Hongkong eingereist ist, fotografieren – so scheint es – um die Wette, bloß kein Motiv verpassen!

Weitere Erdmännchen auf zwei Beinen kreuzen ihren Weg und dann ist es die Hauptrolle im Stück, die die volle Aufmerksamkeit der Beiden verlangt: Die Figur „Kalahari“, der Schamanenaffe im Stück mit Denise Hoffmann, ist gerade fertig geworden. Wie lange so eine Gesichtsbemalung wohl dauert? Eine Stunde Arbeit für die Maske erfährt die Chinesin im besten Englisch – überhaupt ist die Verständigung hier kein Problem. Denn neben der Fremdsprache gibt es ja auch noch Hände und Füße, die eingesetzt werden können. Schnell, schnell – es ist im Saal schon zum Einsingen gerufen worden. Und während sich die Spieler im Halbkreis aufstellen, suchen Yimin und David nach dem besten Fotoplatz. David hat mit seiner Körpergröße einen guten Überblick, Yimin muss sich schon um ein Hilfsmittel bemühen. Der Stuhl hier kommt ihr genau recht, zur Not tun es aber auch die eigenen Zehenspitzen.

Weiter geht´s in Richtung Bühne, schnell noch am Kostümbunker der Bühne vorbei. Was liegt denn da? Yimin und David staunen nicht schlecht, als sie die beiden Elefanten im Stück bei ihrer Verwandlung überraschen. Riesige Köpfe und kleine Rüsselkinder – klar, für beides ist auf den Speicherchips der Kameras schon ein Platz reserviert. Für alle Gäste an der Bühne hat es schon drei Zeichen gegeben, gleich wird es losgehen. Durch das Tor und auf einen der hinteren Plätze, husch, husch, hier hat man einen guten Überblick, freuen sich die Gäste aus Asien.

Den verschaffen sich Yimin und David erstmal auf den Displays ihrer Kameras. Haben sie auf dem Weg zur Tribüne ältere Spieler wie Lothar Molin, der heute in das Kostüm der Elefantendame „Elli“ schlüpft, genauso fest gehalten, wie das kleine Baby auf dem Arm ihrer Mutter. Ja, Freilichtbühne, werden alle nicht müde zu betonen, ist ein Mehrgenerationenprojekt und damit genau das, was die beiden Grenzgänger aus Hongkong in Deutschland suchen.
Das Spiel beginnt und nach Kalahari betreten auch all´ die anderen Tiere der Savanne die Spielfläche der Freilichtbühne Herdringen. Yimin muss sich schnell entscheiden: Block oder doch erst die Kamera? Beides wird immer wieder in der Hand gewechselt. David hat sich mit seiner Kamera schon einen Platz mitten in der Zuschauermenge gesucht und hält einfach mal ´drauf: Elefanten, Flamingos, wieder die Erdmännchen und natürlich, die Hyänen dürfen nicht fehlen! Dass man ihn unter den Zuschauern aus den Augen verlieren könnte ist nicht zu befürchten – immer wieder ist er der einzige, der während der Vorstellung der aufsteht, um die schönsten Bilder für das Projekt machen zu können.

Block A, Block D – für die Journalistin und ihren eigenen Fotografen gibt es keine festen Plätze, es wird da fotografiert, wo es am besten aussieht. Weil David sich nur mit der Kamera austobt, kann Yimin auch Notizen machen. Ich staune, wie schnell sie die chinesischen Schriftzeichen malt und mit englischen Wörtern kombiniert. „Das ist eine Schrift, die nur ich lesen kann“, lacht sie während ich bewundernde Blicke über ihr Heft gleiten lasse. Aber ohne Mitschreiben geht es einfach nicht, zu spannend und auch umfangreich sind die Informationen, die sie von ihren Begleiterinnen und Vereinsmitgliedern über das Stück an der Bühne bekommen.

Erster Akt und Pause: Yimin und David schließen sich dem Strom nach draußen an, aber statt an die Verkaufsbude zu gehen, wird geschrieben, gefragt und noch mal fotografiert. Gibt es hier noch eine wichtige Information für ihr Rechercheprojekt? Oder lässt sich dieses Motiv nicht noch sinnvoll verwenden? Eine Unterbrechung bringt erst ein Stapel Waffeln, der für alle zur Stärkung organisiert wurde. Doch in Ruhe gegessen und pausiert wird nicht, immer wieder müssen Karola Hilborne-Clarke oder Marita Gerwin Fragen beantworten. Alle Informationen werden von den beiden Gästen aufgesogen wie von einem feuchten Schwamm das Wasser.

„Themba“ hat auf der Bühne inzwischen den direkten Streit mit dem Anführer der Hyänen aufgenommen. Immer wieder legt Yimin Block und Kamera zur Seite, um der Szenerie und den Schauspielern ihren Applaus zu spenden. Begeistert klatscht sie mit und freut sich an der Geschichte und den bunten Bildern. Daneben beobachtet Yimin aber auch noch anderen Menschen an der Bühne. Einige spielen mit, andere genießen den entspannten Nachmittag. Schlussapplaus und los…Flink werden auf der Bühne noch Fototermine verabredet. Mal mit Kalahari, mal mit den Löwen. David ist mutig – mit seiner Kamera positioniert er sich mitten unter den Hyänen, die so böse doch gar nicht sind. Von Mabaya (Ingo Tillmann), der vorher noch die Macht in der Savanne an sich reißen wollte, erfahren die Gäste, das er schon einen Besuch in Hongkong hinter sich hat.

Yimin will noch unbedingt mit „dem Elefantenbein“ sprechen, klar – „the leg of the elephant“, Lothar Molin, ist heute einer der Ältesten, die sich an der Aufführung beteiligten. Dafür geht es noch mal in den Saal des Spielerheims, in dem sich nach und nach alle Figuren – mit und schon ohne Kostüme – versammeln. Weitere Spieler werden befragt und dann wird es plötzlich auch schon wieder Zeit. Yimin und David müssen ihre optischen und akustischen Eindrücke von der Bühne erst einmal verarbeiten und sortieren. Bevor es ins Hotel nach Arnsberg geht, sind sie noch in Herdringen zu Gast und reden bis in den späten Abend über Stück und Spieler und überhaupt…

Ihr Besuch an der Freilichtbühne Herdringen ist zwar nur ein Informationspunkt auf ihrer insgesamt dreimonatigen Deutschlandreise und der Suche danach, wie aktives Altern bei uns in Deutschland funktioniert .Aber die vielen bunten Bilder und Eindrücke aus der Savanne in Herdringen bleiben nicht nur auf den Speicherkarten ihrer Kameras erhalten: Ohne es konkret zu sagen, haben sie doch erfahren, dass Altern an der Bühne kein Problem ist. Alle die mögen, erhalten auch nach der aktiven Zeit als Spieler oder Spielerin ihre Chance, sich an vielen Stellen für alle Gewinn bringend einzusetzen.

Der Countdown läuft an der Freilichtbühne Herdringen: Nur noch ein paar Tage, dann steht - am 27. Mai - die erste Premiere auf dem Programm. Äh, besser noch: der Bühne. Die ersten Einladungen sind verschickt, die schönen Fotos mit Akteuren aus dem Erwachsenstück "Kohlhiesels Töchter" (ab 27. Mai) und dem Familientheater "Themba - König der Savanne" (ab 10. Juni). sind gemacht.

Großer Aufwand

Was für ein Aufwand für Maske, Technik und Schauspielerinnen und Schauspieler: Über 100 Akteure sind geschminkt worden oder wurden beim Selberschminken fachkundig betreut. Dutzende Kostüme mussten gesichtet werden - aber: So viel Spaß muss sein!

Kleiner Eindruck

Ein kleiner Eindruck von dem, was Gäste an der Bühne in dieser Spielzeit erwarten dürfen ...

Na, Appetit zum Zuschauen bekommen? Karten über die Hotline Tel. 02932/39140 oder hier.

Freilichtbühne Herdringen - So viel Spaß muss sein!

Am 14. Mai ist Muttertag – und Sie haben noch kein passendes Geschenk? 
Wir helfen gerne weiter – mit einem Eintrittsgutschein für ein Stück auf der Freilichtbühne Herdringen in der Spielzeit 2017. 
Einfach den von uns gestalteten Gutschein-Coupon herunterladen und ausdrucken, Termin am Kartentelefon der Bühne (02932/39140) abklären, Karte(n) buchen, Geld überweisen und...: Das schönste Geschenk zu Muttertag ist im Handumdrehen fertig. Viel Spaß – wünscht das Team der Freilichtbühne Herdringen

 

Wetterleuchten - - - oder sind die Polarlichter mittlerweile auch im Sauerland sichtbar?

Nein--- Wir hatten unsere erste Lichtprobe für "Kohlhiesels Töchter" Tag-/ Nachtstimmungen einrichten, Spot hier, Follower da und ständig der Ruf aus der Technik: "STOPP, wir richten Euch kurz ein und dann geht es weiter..." Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kein leichtes Unterfangen. Da helfen nur warme Suppe, warme Getränke, viele Decken, Schlafsäcke, Mützen, Schals, Handschuhe, Skihosen und extrem viel Humor. Das Ergebnis gibt es ab 27.05.2017 zu sehen, wenn es heißt BACK TO THE ROARING TWENTIES in KOHLHIESELS TÖCHTER…