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Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ verzaubert die Freilichtbühne

Herdringen. Niemand kann sich ihrem Zauber entziehen. Ihre Geschichte von Mut und Freundschaft, von Zusammenhalt und Aufbruch zu Neuem begeistert nach wie vor. Der Klassiker von Otfried Preußler ist heute aktueller denn je. Die „Kleine Hexe“ kämpft mit ihren Freunden gegen das Böse und die Ungerechtigkeit bereits zum vierten Mal auf der Herdringer Freilichtbühne. Damit ist sie das am häufigsten inszenierte Stück, seitdem es in Herdringen das Familientheater gibt.

In der aktuellen Inszenierung von Regisseurin Patricia Hoffmann kommt die „Kleine Hexe“ völlig modern daher. Sie muss sich gegen die Selfies produzierende Hexe Rumpumpel behaupten und darf sich von der bösen Oberhexe nicht einschüchtern lassen. Zu aktuellen Melodien von Peter Fox und Deichkind nimmt sie mit ihren Freunden den Kampf gegen das Böse auf.

Dass die Moderne Einzug in die Herdringer Inszenierungen hält, ist kein Zufall. Der seit 1949 bestehende Verein hat sich immer wieder dem sich verändernden Zeitgeist gestellt. So nahm die Bühne aufgrund des Zuschauerrückgangs in den 70er Jahren Kinderthemen in die den Spielplan auf. 1978 trat mit dem „Räuber Hotzenplotz“ erstmals eine Figur aus der Kinderliteratur im Herdringen Freilichttheater auf. Ein großer Erfolg.

Die Bühne wuchs an diesem Erfolg und die Spielerschar vergrößerte sich. Seit 1983 ist sie so groß, dass seitdem immer zwei Stücke, eines für Erwachsene und eins für Familien, aufgeführt werden. Zuletzt standen im Familientheater über 100 Darsteller in „Alice im Wunderland“ auf der Bühne. Die Freilichtbühne Herdringen scheut sich dabei nicht, wie die „Kleine Hexe“ in ihrem Stück Neues zu wagen. So wurde vom damaligen Regisseur Peter Hohenecker 2008 erstmals eine Theaterfassung von „Wickie und die starken Männer“ für Herdringen geschrieben. Mit 14.290 Zuschauern übertraf „Wickie“ die Erwartungen. 

Aber die Herdringer Theaterverantwortlichen bleiben weiter kreativ und abwechslungsreich. Und so greifen sie zum einen neben den neuen Stücken natürlich auch auf beliebte Klassiker zurück. Mit der „Räuber Hotzenplotz“ und „Neues vom Räuber Hotzenplotz“, „Das Dschungelbuch“ und „Pippi Langstrumpf“, sowie „Max und Moritz“ und „Michel aus Lönneberga“ gehören Klassiker mit je drei Aufführungen seit 1978 zu den am meisten gespielten Stücken in Herdringen. Zum anderen setzen die Verantwortlichen seit einigen Jahren vermehrt auf Musik. So präsentierte das Musiktheater „Alice im Wunderland“ 2015 mit Elena Franke eine singende Hauptdarstellerin, die nicht nur auf der Herdringer Freilichtbühne groß geworden ist, sondern den Sprung auf die Musicalbühne im Dortmunder Hansa-Theater schaffte.

Auch 2016 wird bei der „Kleinen Hexe“ gesungen und getanzt, gezaubert und verzaubert. 80 Darsteller im Alter von fünf bis 75 nehmen die Zuschauer mit zu den Abenteuern in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg. Bei ihren bisherigen drei Inszenierungen 1988, 1995, 2004 unterstützten 48.995 Zuschauer die „Kleine Hexe“. Insgesamt strömten seit 1978 mit 533.371 über eine halbe Million Zuschauer in die Aufführungen des Familientheaters. In diesem Jahr wird die 12jährige Carla Padberg als „Kleine Hexe“ wieder auf viele Freunde unter den Zuschauer angewiesen sein, um mit ihren Zauberkünsten den üblen Strukturen der bösen Althexen erfolgreich zu trotzen.